Die Ulstertalschule ist als „Gesundheitsfördernde Schule“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Patrick Weise vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen das Gesamtzertifikat. Damit wurde ein langjähriger Entwicklungsprozess gewürdigt, in dem Gesundheitsförderung zunehmend zu einem festen Bestandteil der Schulentwicklung geworden ist.
Der stellvertretende Schulleiter Alexander Schmitt begrüßte neben Schülerinnern und Schülern und Lehrkräften zahlreiche Gäste aus Ministerium, Staatlichem Schulamt, Landkreis und Gemeinde sowie Vertreter langjähriger Kooperationspartner. In seiner Begrüßung betonte er, dass im Schulalltag häufig wenig Zeit bleibt, innezuhalten und auf das Erreichte zurückzublicken. Die Feierstunde bot daher auch Gelegenheit, stolz auf die gemeinsam geleistete Arbeit der vergangenen Jahre zu sein. Dass dieses Engagement nun auch von außen wahrgenommen und gewürdigt wird, ist für die Schulgemeinde ein besonderer Grund zur Freude.
Gesundheit als Teil der Schulentwicklung
Einen Einblick in den Zertifizierungsprozess gab Philipp Schleipen, Sprecher des Gesundheitsteams. Gesundheitsförderung wird an der Ulstertalschule bewusst umfassend verstanden. Neben Ernährung und Bewegung geht es um körperliches und psychisches Wohlbefinden, Sicherheit und Prävention, gute Beziehungen, gegenseitige Wertschätzung und verantwortungsbewusstes Handeln.
Grundlage des Gesamtzertifikats sind die vier bereits erworbenen Teilzertifikate „Bewegung und Wahrnehmung“, „Ernährung und Konsum“, „Verkehr und Mobilität“ sowie „Sucht- und Gewaltprävention“. Im Mittelpunkt stand dabei nicht das Sammeln einzelner Auszeichnungen. Vielmehr wurden erfolgreiche Maßnahmen miteinander verbunden, weiterentwickelt und dauerhaft im Schulalltag verankert.
Dazu gehören vielfältige Bewegungsangebote, die Ausbildung von Buslotsen, Ernährungs- und Verbraucherbildung sowie zahlreiche Projekte der Sucht- und Gewaltprävention. Gesundheitstag und Projektwoche greifen weitere Aspekte eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses auf.
Bestätigung eines nachhaltigen Prozesses
Patrick Weise (HMKB) würdigte in seiner Ansprache die Entwicklung der Schule. Die Fahrt aus Wiesbaden in die Rhön zu dieser wunderschönen Schule hat sich aus seiner Sicht gelohnt. Zugleich machte er deutlich, dass die Zertifizierung keine abschließende Beurteilung darstellt. Sie bestätigt vielmehr einen nachhaltigen Entwicklungsprozess, der mit der Übergabe der Urkunde nicht endet.
Wie gut sich Gesundheitsförderung und die Übernahme von Verantwortung miteinander verbinden, zeigte ein weiterer Programmpunkt: Vier Schulsanitäterinnen erhielten ihre Ausbildungszertifikate. Andrea Suffner als Leiterin des Schulsanitätsdienstes, Brigitte Brähler-Fischer vom Malteser Hilfsdienst und Patrick Harnier von der VR Bank Fulda begleiteten die Auszeichnung. Die Schulsanitäterinnen leisten im Schulalltag Erste Hilfe, übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler und stärken damit Sicherheit, Hilfsbereitschaft und soziales Verantwortungsbewusstsein. Damit passt ihre Arbeit in besonderer Weise zum Gesamtkonzept einer gesundheitsfördernden Schule.
Schüler gestalten die Feierstunde
Einen besonderen Anteil am gelungenen Rahmen der Veranstaltung hatten auch die Schülerinnen und Schüler selbst. Der Schulchor unter Leitung von Elisabeth Grimm setzte mit seinen musikalischen Beiträgen Akzente und verlieh der Feierstunde einen ebenso festlichen wie lebendigen Charakter. Auch die Rhönrad-AG unter Leitung von Sophia Richter überzeugte mit ihrer sportlichen Darbietung und zeigte eindrucksvoll, wie Bewegung, Körperbeherrschung und gemeinsames Engagement an der Ulstertalschule praktisch gelebt werden. Zum Abschluss wurde die neue Calisthenics-Anlage eingeweiht. Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 10 präsentierten gemeinsam mit Sportlehrer Maximilian Manns die neuen Trainingsmöglichkeiten. Die Anlage erweitert die Bewegungsmöglichkeiten auf dem Schulgelände und fügt sich damit unmittelbar in die weitere gesundheitsfördernde Entwicklung der Schule ein.Mit der Verleihung des Gesamtzertifikats ist die Entwicklung nicht abgeschlossen. Die Ulstertalschule will Präventionsangebote, Bewegungs- und Erholungsmöglichkeiten, Nachhaltigkeit und Lehrergesundheit auch künftig weiterentwickeln. Gesundheitsfördernde Schulentwicklung bleibt damit ein kontinuierlicher Prozess.













