Sprachen nehmen an unserem Gymnasium einen besonderen Stellenwert ein. Sie sind nicht nur Unterrichtsfächer, sondern auch Schlüssel zu anderen Kulturen und Ausdruck von Weltoffenheit.

Englisch wird an unserer Schule ab der 5. Klasse als erste Fremdsprache unterrichtet. Ab der 7. Klasse können die Schülerinnen und Schüler Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache wählen. In Klasse 9 besteht zusätzlich die Möglichkeit, im Wahlunterricht Italienisch zu erlernen.

Neben dem systematischen Spracherwerb stehen an der Ulstertalschule interkulturelles Lernen und authentische Kommunikation im Fokus – Fähigkeiten, die wir auch außerhalb des Klassenzimmers gezielt fördern: so bieten wir etwa für die erste und zweite Fremdsprache jeweils die Teilnahme an einer Sprachfahrt an.

Englisch

Englisch ist die erste Fremdsprache an der Ulstertalschule und begleitet alle Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse.

Der Unterricht beginnt mit fünf Wochenstunden in den Klassen 5 und 6, umfasst vier Stunden in den Jahrgängen 7 und 8 und wird in Klasse 9 und 10 mit drei Wochenstunden fortgeführt.

Die Inhalte orientieren sich an den Bildungsstandards des hessischen Kerncurriculums. Ziel ist eine gezielte Förderung in den fünf Kompetenzbereichen: Hör- und Leseverstehen, Sprechen, Schreiben, Sprachmittlung sowie interkulturelle kommunikative Kompetenz. Im Zentrum stehen dabei authentische Sprachverwendung und selbstständiges Lernen.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem interkulturellen Lernen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Lebenswirklichkeiten im englischsprachigen Raum auseinander und stärken ihre Fähigkeit, in kulturell vielfältigen Kontexten respektvoll und angemessen zu kommunizieren.

Merkmale und Besonderheiten

  • Förderung überfachlicher Kompetenzen: selbstständiges Arbeiten, kooperatives Lernen, Offenheit, Werteerziehung, kritische Reflexion
  • Thematisierung aktueller gesellschaftlicher Fragen und Diskussionsanlässe
  • Vielfältige Lernmethoden: Vokabelheft, Karteikarten, digitale Tools
  • Lektürearbeit mit altersgerechten Texten zur Förderung von Lesekompetenz und authentischem Umgang mit der Sprache
  • Sprachpraxis über das Klassenzimmer hinaus: Sprachfahrt nach York (Klasse 8, Unterbringung in Gastfamilien)

Anforderungen

  • Funktionale Einsprachigkeit ab Klasse 5
  • Regelmäßiges und selbstverantwortliches Vokabellernen (bis zu 800 lexikalische Einheiten, mindestens drei Vokabeltests pro Halbjahr)
  • Je nach Klassenstufe: 2-3 Klassenarbeiten pro Halbjahr
  • Ab Klasse 8: gezielte Vorbereitung auf schriftliche Aufgabenformate der Sekundarstufe II (summary, characterisation, comment, speech analysis, …)
Nachstellen einer Gerichtsverhandlung
Schnupperunterricht am Tag der offenen Tür
Kulturtage mit englischen Native Speakers

Französisch

Das Fach Französisch kann an der Ulstertalschule ab der 7. Klasse als zweite Fremdsprache gewählt werden.

In der 7. Klasse haben die Schülerinnen und Schüler fünf Wochenstunden, in der 8. Klasse vier Stunden und in der 9. und 10. Klasse jeweils drei Stunden Französisch.

Die Inhalte orientieren sich an den Bildungsstandards des hessischen Kerncurriculums. Fünf Kompetenzbereiche stehen dabei im Zentrum: Lese-und Hörverstehen, Sprechen, Schreiben, Sprachmittlung sowie interkulturelle Kompetenzen. Selbständiges Lernen und eine authentische Anwendung der Sprache, die sich am Alltag in den frankophonen Ländern orientiert, spielen dabei eine wichtige Rolle. Beim interkulturellen Lernen sollen die Schülerinnen und Schüler kulturelle Besonderheiten kennenlernen und dabei befähigt werden, in verschiedenen Situationen angemessen zu reagieren.

Merkmale und Besonderheiten:

  • Förderung überfachlicher Kompetenzen: selbständiges Arbeiten und Vokabellernen, kooperatives Lernen, Offenheit, Werteerziehung, kritische Reflexion
  • Behandlung aktueller Themen
  • Vielfältige Lernmethoden
  • Lektürearbeit zur Stärkung der Lese- und Schreibkompetenz
  • Sprachpraxis über das Klassenzimmer hinaus: 3-tägige Sprachfahrt in ein frankophones Land
  • Möglichkeit des Erwerbs des international anerkannten Sprachzertifikats DELF
  • Regelmäßiger Besuch des FranceMobils
  • Teilnahme am Internet-Teamwettbewerb am Deutsch-Französischen Tag (jährlich am 22. Januar)

Anforderungen

  • Je nach Klassenstufe: 2-3 Klassenarbeiten pro Halbjahr
  • Regelmäßige Vokabelüberprüfungen
  • Eigenverantwortliches, regelmäßiges Wiederholen von Wortschatz und Grammatik
Sprachfahrt nach Straßburg, Europapalament
Schnupperunterricht am Tag der offenen Tür
Das FranceMobil zu Besuch an der USH

Latein

Latein wird als zweite Fremdsprache ab Klasse 7 unterrichtet und gilt als Hauptfach.

Der Einführungsunterricht in Klasse 7 umfasst fünf Wochenstunden, in Klasse 8 sind es vier, in den Klassen 9 und 10 schließlich drei Wochenstunden.

Die Inhalte orientieren sich an den Bildungsstandards des hessischen Kerncurriculums. Im Zentrum stehen neben der Kulturkompetenz insbesondere die Sprach- und Textkompetenz mit dem Ziel, einen Zugang zu grammatischer Struktur und inhaltlichen Bezügen eines lateinischen Textes zu erlangen. Am Ende jeglicher Beschäftigung mit lateinischen Texten steht immer eine sprachlich korrekte, zeitgemäße und inhaltlich stimmige Übertragung ins Deutsche. Die Einordnung der besprochenen Inhalte in historische und kulturelle Zusammenhänge der Antike und deren Rezeption in der Neuzeit sind wichtig für das Verstehen unserer europäischen Identität. Latein fördert hier über den Vergleich mit der Antike eine Auseinandersetzung der Lernenden mit dem eigenen Selbstverständnis.

Merkmale und Besonderheiten

  • Wer fünf Jahre lang durchgehend am Lateinunterricht teilnimmt und die Einführungs-phase der Oberstufe mit einer positiven Note abschließt, erhält die Bescheinigung über das Latinum, das für verschiedene Studiengänge als Studienvoraussetzung dient.
  • Unterrichtssprache: Deutsch
  • Aufbau und Bewertungsschema der Klassenarbeiten bleiben bis in die Oberstufe gleich
  • Latein fördert die Fähigkeit, Fehler als Möglichkeit für Fortschritt und Problemsituatio-nen als Herausforderung für gemeinsame Lösungen zu begreifen
  • Aktuelle politische und gesellschaftliche Bezüge lassen sich an nahezu jedem lateinischen Text thematisieren.
  • Vielfältiger Zugang zum Wortschatz ist möglich: Karteikarten, Vokabelheft, digitale Tools; Abfragen erfolgen lateinisch-deutsch
  • Nutzung verschiedener Lernkanäle (z.B. Visualisierung, Lernen durch Bewegung („Körpergrammatik“), szenisches Spiel) erleichtern die Bewältigung des Lernstoffs
  • In Klasse 10 werden Auszüge aus Originaltexten lateinischer Prosa und Dichtung gelesen (zweisprachiges Wörterbuch erlaubt)
  • Sprach- und Kulturkompetenz werden vertieft durch die für Klassen 9 und 10 alle zwei Jahre stattfindende (freiwillige) Sprachfahrt nach Trier

Anforderungen

  • Zwei Klassenarbeiten pro Halbjahr (in Klasse 7 insgesamt fünf) plus regelmäßige Vokabelüberprüfungen (möglichst pro Lektion)
  • Eigenverantwortliches, regelmäßiges Wiederholen von Wortschatz und Grammatik
  • Freude an der Auseinandersetzung mit sprachlichen und inhaltlichen „Rätseln“
Körpergrammatik